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Berechnung der Pflegenoten
News

BERECHNUNG PFLEGENOTEN


Essen, 02. März 2010

Als falsch und unberechtigt weist der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) die Kritik des Klinikportals „Kliniken.de“ an der Berechnung der Pflegenoten zurück, die dieses gestern hatte verbreiten lassen. „Die Berechnung der veröffentlichten Bereichs- und Gesamtnoten ist absolut korrekt“, erklärte Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS.

In ihrer Presseerklärung hat die Betreiber-Firma von „Kliniken.de“, die VIVAI Software AG, nicht offen gelegt, auf welchem Wege sie ihre Berechnungen durchgeführt hat. Offensichtlich ist die Berechnung auf der Grundlage von Kriteriennoten erfolgt. „Das ist aber der falsche Weg“, sagte Pick. „Zugrunde zu legen sind die erreichten Skalenwerte für jedes Einzelkriterium!“ Für den Qualitätsbereich „Pflege und medizinische Versorgung“ beispielsweise muss das arithmetische Mittel über die erreichten Skalenwerten der 35 Einzelkriterien hinweg gebildet werden. Dem dann errechneten Mittelwert ist eine Note gemäß der Pflegetransparenzvereinbarung zuzuordnen.

„Leider haben die zuständigen Personen bei der VIVAI Software AG, die das Portal „Kliniken.de“ betreibt, die Pflegetransparenzvereinbarungen nicht aufmerksam gelesen und damit falsch verstanden“, so Pick. „Sinnvoll wäre gewesen, dass man sich zunächst an die für die Pflegetransparenz verantwortlichen Stellen wendet, bevor man eine solche Fundamentalkritik in die Welt bläst.“ Durch diese ungerechtfertigte Kritik würden die Verbraucher unnötig verunsichert. Er forderte die Verantwortlichen bei der VIVAI Software AG auf, ihre Kritik zurückzunehmen.

-> webmaster am February 02 2011 00:40:42 · Drucken
Erste Ergebnisse
News

Erste Ergebnisse von Qualitätsprüfungen in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen nach neuer Prüfanleitung mit Vergabe von Pflegenoten

Düsseldorf, 03. Dezember 2009

Presseinformation

Die Veröffentlichung der ersten Prüfergebnisse und Pflegenoten erfolgt nach Information der Landesverbände der Pflegekassen in diesen Tagen ab Anfang Dezember 2009.

Seit Ende Oktober werden die Prüfergebnisse des MDK von der zentralen Datenerfassungsstelle entgegengenommen und den Pflegeeinrichtungen mitgeteilt. Nach Kenntnis ihres Prüfberichtes haben die Einrichtungen dann eine Einspruchsfrist von vier Wochen, bevor die Prüfnoten veröffentlicht werden dürfen.

Die Prüfergebnisse müssen bundesweit veröffentlicht werden und für jeden Interessierten im Internet, aber auch in der geprüften Pflegeeinrichtung zugänglich sein. Auf den Internetseiten der eigenen Pflegekasse (oder bei der Pflegekasse selbst) kann man sich über den Ort der Veröffentlichung und den entsprechenden Link informieren.

Der VdEK hat am 2.12.2009 im Rahmen einer Pressekonferenz sein Portal vorgestellt.
Unter
www.pflegelotse.de sind hier Prüfergebnisse abrufbar, zum jetzigen Zeitpunkt aber erst 20 Ergebnisse bundesweit. Die übrigen Pflegekassen haben ähnliche Portale eingerichtet, die in Kürze vorgestellt werden und über die jeweilige Homepage der Pflegekasse erreichbar sind.

Die Transparenzvereinbarungen stellen einen großen Fortschritt dar. Im Sinne des Verbraucher-schutzes wird die Qualität von Pflegeleistungen für jeden Pflegebedürftigen und auch für seine Angehörigen jetzt vergleichbar und beurteilbar.

Bisher wurden im Wesentlichen stationäre Einrichtungen geprüft. Die meisten der ca. 360 bislang von uns geprüften stationären Einrichtungen haben zufrieden stellende Ergebnisse erzielt mit den Prüfnoten sehr gut bis befriedigend, aber es gab auch die Noten ausreichend und mangelhaft.
Ca. 6% der überprüften Einrichtungen erhielten im Bereich Pflege und medizinische Versorgung die Note mangelhaft.

Bei den ersten 60 Qualitätsprüfungen in ambulanten Pflegeeinrichtungen des MDK Nordrhein erreichte nach internen Berechnungen der größte Teil der Einrichtungen die Gesamtnote sehr gut bis befriedigend. Aber es bildete sich auch hier das gesamte Notenspektrum bis hin zu ausreichend und mangelhaft ab.

Da es sich um einen zu geringen Stichprobenumfang mit nur 60 Prüfungen handelt, kann man aus diesen ersten Ergebnissen noch keine richtungweisenden Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit aller ambulanten Pflegeeinrichtungen ziehen und Hochrechnungen anstellen.

Die jetzt bundesweit in unterschiedlichen Regionen veröffentlichten ersten Prüfergebnisse im ambulanten Bereich lassen sich aus unserer Sicht noch nicht miteinander vergleichen und zu einem Ergebnistrend zusammenfassen, da sie alle auf einem zu geringen Probenumfang beruhen. Zudem liegen ihnen unterschiedliche Auswahlkriterien zugrunde, die bei der jetzigen Bewertung und Diskussion nicht differenziert werden.
Teilweise wurden (wie beim MDK Nordrhein) nur Regelprüfungen im Rahmen einer Stichprobenauswahl durchgeführt, in anderen Regionen dagegen verstärkt Anlassprüfungen, die aus Mangelmeldungen heraus gezielt veranlasst waren und als selektierte Auswahl das Gesamtergebnis vorläufig negativ färben.

Die jetzt vorgestellten und diskutierten Ergebnisse im ambulanten Bereich sprechen aus unserer Sicht zunächst nicht gegen das Instrumentarium der Transparenzprüfungen. Auch hier ist eine sorgfältige Beobachtung erforderlich, um ggf. Korrekturen in entsprechenden Gremien zu veranlassen.

Die neue Prüfanleitung zur Qualitätsprüfung in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen wird seit dem 1.07.2009 vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung umgesetzt. Im Bereich des MDK Nordrhein sind bis jetzt mehr als 360 stationäre und 60 ambulante Pflegeeinrichtungen überprüft worden.

-> webmaster am January 31 2011 09:24:19 · Drucken
Transparenzkriterien
News


Berlin, 08. Oktober 2009

Gemeinsame Pressemitteilung
GKV-Spitzenverband
Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS)

In der Zeit vom 1. Juli bis Mitte September sind in ganz Deutschland die ersten 1057 Pflegeheime nach den Regeln der neuen Pflegenoten
geprüft worden. Über 700 Einrichtungen haben die Prüfer des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) „sehr gute“ oder „gute“ Qualität bescheinigt; 73 Heime erhielten dagegen in der Gesamtnote lediglich ein „ausreichend “ und zwölf sogar nur die Gesamtnote „mangelhaft“. Die Gesamtnote „befriedigend“ bekamen 256 der geprüften Häuser.

„Die Ergebnisse zeigen, dass eine Reihe von Einrichtungen zum Teil deutliche Qualitätsdefizite hat und in die Verbesserung seiner Qualität investieren muss. Hier stellen
die Pflegenoten endlich Transparenz her“, sagte Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS).

„Insgesamt haben wir in Deutschland eine hinreichende Qualität bei den Pflegeheimen. Aber dass wir mit den neuen Pflegenoten bereits in den ersten Wochen die
mangelhafte Qualität in zwölf Pflegeheimen aufdecken konnten, bestätigt, dass es gut und richtig war, mit den Pflegenoten konsequent auf Transparenz zu setzen. Die
Erfahrungen der ersten Monate werden wir intensiv auswerten und da, wo es notwendig ist, die Transparenzkriterien weiter verbessern“, so K.-Dieter Voß, Vorstand
des GKV-Spitzenverbandes.

Ausreichend“ und „mangelhaft“ gibt es häufig im pflegerischen Kernbereich

Stärkere Differenzierungen zeigen sich in den Einzelnoten der vier Qualitätsbereiche, die im Internet größer als die Gesamtnote dargestellt werden: Mehr als die Hälfte der Pflegeheime erzielten im Kernbereich „Medizin und Pflege“ eine gute Qualität (231 Heime „sehr gut“ und 311 Heime „gut“). Fast ein Fünftel der Pflegeheime hat jedoch im pflegerischen Kernbereich schlecht abgeschnitten (124 Heime „ausreichend“ und 41 Heime „mangelhaft“). Einem Viertel der Einrichtungen wurde hier eine mittlere Qualität bescheinigt. Im Qualitätsbereich "Umgang mit demenzkranken Bewohnern" erhielten 192 Pflegeheime die Noten „ausreichend“ oder „mangelhaft“; im Bereich „Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung" waren es 105 Häuser. „Mit diesen Zahlen sind die Behauptungen von Kritikern widerlegt, dass es keine schlechten Bewertungen von Pflegeeinrichtungen geben wird“, unterstrich Pick.

Als wenig aussagekräftig hat sich hingegen die Bewohnerbefragung erwiesen. Die Noten „ausreichend“ oder „mangelhaft“ wurden hier gar nicht vergeben. 98,8 Prozent der Einrichtungen erhalten hier gute Noten; 87,0 Prozent sogar ein „sehr gut“. Sie bietet damit Pflegebedürftigen und Angehörigen kaum Entscheidungshilfe für die Auswahl einer Einrichtung.

„Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die vereinbarte Systematik geeignet ist, Unterschiede in der Qualität von Pflegeheimen darzustellen. Das bestärkt uns darin,
den eingeschlagenen Weg der Veröffentlichung von Qualitätsergebnissen weiter zu verfolgen. Zugleich werden wir die Umsetzung der Transparenzvereinbarung evaluieren“, sagte Voß. Dabei werde geprüft, ob festgestellte Qualitätsdefizite adäquat in den Pflegenoten abgebildet werden und ob sich das in den Gesamt- und Bereichsnoten dargestellte Ergebnis mit der Bewertung erfahrener MDK-Prüfer deckt. „Wenn sich in der Evaluation Defizite zeigen, werden wir nicht zögern nachzubessern.“

Die Veröffentlichung der ersten Pflegenoten erfolgt im Laufe dieses Herbstes über verschiedene Internetseiten. Dass nicht der GKV-Spitzenverband sondern einzelne
Verbände die Pflegenoten veröffentlichen, ist eine gesetzliche Vorgabe aus der Pflegereform. Auf der Internetseite
http://www.pflegenoten.de/ werden aber alle Informationen rund um die Pflegenoten gebündelt und die dezentralen Veröffentlichungsstellen aufgelistet.

Pressekontakt:
• MDS, Pressestelle, Christiane Grote, Tel. 0201 8327-115
• GKV-Spitzenverband, Pressestelle, Florian Lanz, Tel. 030 206288-4200

Anlage zur Pressemitteilung vom 8. Oktober 2009: Die Pflegenoten

Seit dem 1. Juli prüfen die MDK-Gutachter nach neuen Prüfvorgaben. Die vorläufigen Transparenzberichte werden in den nächsten Tagen an die Einrichtungen versandt.
Nach einer Rückäußerungsfrist von maximal 28 Tagen müssen sie dann im Internet veröffentlicht werden. Damit hat der Gesetzgeber die Landesverbände der Pflegekassen
beauftragt. Die Umsetzungen der Transparenzvereinbarung wird wissenschaftlich evaluiert. Zusätzlich wir die Einführungsphase durch den MDS ausgewertet. Die ersten Ergebnisse liegen jetzt vor.

Grundlage für dieses neue Notensystem ist die Pflegereform 2008. Für alle Pflegeheime in Deutschland wird es künftig eine Gesamtnote und vier Bereichsnoten sowie
eine Note für die Bewohnerbefragung geben. Die Gesamtnoten werden aus den Ergebnissen von 64 Einzelkriterien gebildet, die zu vier Qualitätsbereichen zusammengefasst werden. Die Ergebnisse dieser Bereiche werden ebenso veröffentlicht wie die Ergebnisse der Einzelkriterien. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können
sich gezielt zu den Themen "Pflege und medizinische Versorgung", "Umgang mit demenzkranken Bewohnern", "soziale Betreuung und Alltagsgestaltung", "Wohnen,
Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene" und zu den Ergebnissen der Bewohnerbefragung informieren. Den Schwerpunkt bildet dabei der Bereich "Pflege und medizinische Versorgung", der mit 35 Qualitätskriterien abgebildet ist. Die 18 Kriterien zur Zufriedenheit der Heimbewohner werden in einer eigenen Note dargestellt und gehen nicht in die Gesamtnote ein.

Weitere Informationen zu der Pflegenoten und Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen finden Sie im Internet unter www.pflegenoten.de

Der GKV-Spitzenverband ist der Verband aller 184 gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen. Als solcher gestaltet er den Rahmen für die gesundheitliche Versorgung in Deutschland; er vertritt die Kranken- und Pflegekassen und damit auch die Interessen der 70 Millionen Versicherten und Beitragszahler auf Bundesebene gegenüber der Politik, gegenüber Leistungserbringern wie Ärzten, Apothekern oder Krankenhäusern. Der GKV-Spitzenverband übernimmt alle nicht wettbewerblichen Aufgaben in der Kranken- und Pflegeversicherung auf Bundesebene. Der GKV-Spitzenverband ist der Spitzenverband Bund der Krankenkassen gemäß § 217a SGB V.

Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) koordiniert und fördert die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) auf Landesebene in medizinischen und organisatorischen Fragen. Er berät den GKV-Spitzenverband in allen medizinischen und pflegerischen Fragen, die diesem qua Gesetz zugewiesen sind.

-> webmaster am January 31 2011 09:23:34 · Drucken
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